Newsletter Mai 2010
Nach dem Regen der vergangenen Tage und den angenehmen Temperaturen im Mai fühlen sich neben uns Menschen auch Insekten und Pilzkrankheiten im Garten sehr wohl.
Deshalb hier einige aktuelle Pflanzenschutztipps an einigen Pflanzengattungen, die Sie besonders im Auge haben sollten.
Rosen
Blattläuse
Die derzeitige Witterung fördert die Entwicklung von Blattläusen. Kontrollieren Sie besonders die neuen Rosentriebe und jungen Knospen. Hier treten die Läuse oft in Kolonien auf. Später verziehen sie sich unter die Rosenblätter. Die Saugschäden erkennt man an hellen Pünktchen auf der dunkelgrünen Blattoberseite.
Als Insektizid steht das Mittel "Kombi-Schädlingsfrei" von Bayer zur Verfügung.
Echter Mehltau und Sternrußtau
Auch Echter Mehl- und Sternrußtau mag feuchtwarmes Wetter.
Mehltau erkennt man an mehliggrauen Triebspitzen.
Beim Sternrußtau bilden sich schwarze, sternartig gezackte Flecken auf den Blättern.
Zur Vorbeugung gegen diese Pilzkrankheiten empfehlen wir:
- eine Mulchschicht aus Eichenrindenkompost. Die Gerbsäure der Eiche hat eine fungizide Wirkung;
- Bewässerung möglichst mit Tropfschläuchen;
- wenn gegossen werden muss, dann nicht über Kopf - Spritzwasser vermeiden;
- besser morgens anstatt abends gießen, weil die Blätter tagsüber schneller abtrocknen;
- befallenes Laub im Restmüll entsorgen, also wegen der Sporen nicht auf den Kompost geben;
- stickstoffarme, kalibetonte Düngung;
- evtl. vitalisierende Bodenaktivatoren auf mineralischer und organischer Basis geben.
Falls Sie vom letzten Jahr noch wissen, dass Sie Pilzbefall an Rosen hatten, werden Sie kaum um eine chemische Maßnahme herumkommen und wir empfehlen bereits vorbeugend "Rosen Pilzschutz M" von Bayer alle 10-14 Tage einzusetzen.
Buxbaum
Schadinsekten
Zur Zeit ist der Buxus-Blattfloh aktiv. Ein Befall ist durch die mit Wachswolle versehenen Larven zu erkennen.
Des weiteren ist ein Befall mit der Buxus-Gallmücke zu beobachten. Jetzt erfolgt die Eiablage und das Eindringen der Larven ins Blatt.
Auch für diese Schadinsekten kann "Kombi-Schädlingsfrei" von Bayer Anwendung finden.
Neue Pilzkranheit an Buchsbaum - Cylindrocladium buxicola
Das Triebsterben an Buchsbaum trat 2005 erstmals im Nordwesten Deutschlands auf und führte in den Baumschulen zu massivem Absterben von ganzen Beständen.
Auf jungen Blättern bilden sich orange-braune Flecken mit dunklem Rand, dann wird das gesamte Blatt braun, schließlich sterben ganze Triebe ab.
Zur Vorbeugung auch hier die Pflanzen nicht über Kopf beregnen und bei lang anhaltender feuchter Witterung kombiniert mit sommerlichen Temperaturen, vorsorglich mit einem Fungizid behandeln. Zur Wirksamkeit von diesen Pilzbekämpfungsmitteln liegen noch keine wissenschaftlich gesicherten Ergebnisse vor. Es hat jedoch den Anschein, dass eine präventive Fungizidbehandlung wirkt und derzeit die einzige Möglichkeit ist z.B. ein seltenes Formgehölz vorsorglich zu schützen.
Zeigt sich der Pilz, hilft nur noch ein radikaler Rückschnitt und die Vernichtung des Schnittgutes einschließlich des Falllaubes.
Rhododendronzikade
Ein sicheres Indiz, ob man einen Rhododendronzikadenbefall hat, sind abgestorbene, braune Knospen, die sekundär mit Schwärzepilzen überzogen sein können.
Wenn man es versäumt haben sollte die abgestorbenen Knospen bis aufs gesunde Holz auszubrechen, schlüpfen im Mai die gelblichen Larven. Diese können jetzt mit "Kombi-Schädlingsfrei" erwischt werden. Wichtig ist es die Blattunterseite zu benetzen, weil sie sich dort entwickeln.
Die Spritzung sollte nach 10-14 Tagen wiederholt werden, sonst springen ab Juni einige Vollinsekten durch die Büsche (die dann wieder Eier in die Knospen ablegen). Gegen die Imago helfen Gelbtafeln von "Neudorf" oder "Roxon".
Pieris, Skimmia und Rhododendron
Netzwanzen
an Pieris (Lavendelheide), Skimmia und Rhododendron beobachten.
Auffällig sind die bräunlichen Kotablagerungen blattunterseits, wo die Eier abelegt werden. Von den Netzwanzen ausgesaugte Zellen verfärben sich hell, sodass befallene Blätter an vielen kleinen Sprinkelungen zu erkennen sind.
Netzwanzen sind wärmeliebend. Die genannten Pflanzengattungen sollten gemäß ihren Ansprüchen in den Schatten gepflanzt werden. Die Wanzen treten an Rhododendron dann nur sporadisch auf und brauchen in der Regel nicht bekämpft werden.
Sollte der Befall jedoch zu heftig werden, ist auch hier eine Bekämpfung mit "Kombi-Schädlingsfrei" möglich.
In den nächsten Wochen sind weiterhin folgende Schadorganismen zu beobachten:
- Spinnmilben, Gallmilben und Läuse an verschiedenen Kulturen,
- Fraß durch Schmetterlingsraupen,
- Wolläuse an Buchen und Kiefern,
- Schorf an Äpfeln und Zieräpfeln.
Alle genannten Präparate, können sie bei uns erwerben, eine individuelle Beratung inclusive.
Oft bewirkt die richtige Standortwahl gesundes, widerstandsfähiges Wachstum.
Die Qualitätserde, die wir anbieten, beziehen wir regional aus Diepenau. Auch sie beeinflusst gesundes Wachstum positiv.
Besuchen Sie uns, unser Fachpersonal berät sie gern.
Seit Anfang Februar ist unsere Homepage www.baumschule-husmann.de neu gestaltet.
Vielleicht interessieren Sie sich für die Angebote im Mai unter dem Menüpunkt Aktuelles?
Außerdem zeigen die ersten Containerrosen ihre Blüten, sowie auch viele Sommerblüher.
Mit grünen Grüßen
Ihr Baumschul-Husmann Team
Baumschule Husmann
Inh. Astrid Fortkamp e. K.
Sulinger Straße 1
27254 Siedenburg
Tel.: +49(0) 42 72 / 93 13 - 0
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE 812 716 177
HR A 100605 Amtsgericht Walsrode
Mai 2010



